Rat zum Hundekauf

RASSEHUND "CHINESE SHAR PEI"

Damit es Ihnen und Ihrem Hund in der Zukunft gut geht!

Die Informationen auf dieser Seite basieren auf meinen eigenen Erfahrungen und meinen Folgerungen aus Berichten anderer Welpenkäufer.

Nicht selten sind Welpen bereits krank, wenn sie dem Welpenkäufer übergeben werden. Viele leiden unter genetischen Defekten oder Infektionen, die bereits in den ersten Lebensmonaten zum Tod führen können.
Ich glaube, dass meine Ratschläge vernünftig und angemessen sind und möchte diese lediglich als Anregung für eine individuelle Strategie gegen Kaufentscheidungen verstanden wissen, die dann u. U. viel Leid und Kosten vermeiden können.

Ein gesundes und glückliches Hundeleben Ihres zukünftigen Lebensgefährten sollte es Ihnen wert sein, diese Tipps zu lesen und sich zu informieren, bevor Sie sich einen Hund anschaffen oder einen Welpen kaufen!

Die allgemeine Ratschläge möchte ich nicht nochmals aufführen. Die sind auf vielen Internetseiten als grundsätzliche Voraussetzungen und Überlegungen zum Kauf  eines Welpen dokumentiert.

In diesem Zusammenhang habe ich mich mit meinen Beitraegen auf dieser HP und auf www.shar-pei-ibiza.de schon ausfürlich geäussert.

Das sollten Sie vor dem Welpenkauf recherchieren und veranlassen:
 
  • Fragen Sie Ihren Tierarzt, ob er einen seriösen Shar Pei Züchter kennt.
  • Lassen Sie sich von den Rassehundevereinen seriöse Shar Pei Züchter benennen.
  • Nehmen Sie zu mehreren seriöse Shar Pei Züchtern Kontakt auf.
  • Lassen Sie sich von dem jeweiligen Züchter die vollständige Namen und die Anschriften von Welpenkäufer vorangegangener Würfe benennen.
  • Nehmen Sie mit diesen Hundebesitzern Kontakt auf und erkundigen Sie sich über das Wohlbefinden der Hunde.
  • Fragen Sie den Züchter ganz gezielt nach Erkrankungen der Eltern und der Grosseltern. Gab es in der Linie schon einmal die Erkrankung Entropium (wurde einer der Ahnen getackt oder operiert) oder Shar Pei Fieber (hatten Hunde aus der Linie einen oder mehrere 24h andauernde Fieberschübe bis 41,8°C), oder vielleicht eine Ohrenentzündungen bzw. Hauterkrankungen? Hatte ein Teil der Eltern bzw. der Grosseltern eine Schilddrüsenunterfunktion?
  • Haben Sie sich für einen Züchter entschieden, besuchen Sie ihn öfter und beobachten seine Zuchttiere und den Wurf Welpen, aus dem Sie sich den zukünftigen Lebensgefährten ausgesucht haben.
  • Der Welpe sollte vital und zutraulich sein.
  • Lassen Sie sich schon vor Übergabe des Welpen die Abstammungsnachweise der Elterntiere mit den möglichst lückenlosen Nachweis über die Vorfahren in Kopie aushändigen. Überzeugen Sie sich von der Echtheit dieser Papieren und des Stammbaums.
  • Setzen Sie sich mit den Züchtern der Elterntiere in Verbindung und holen Sie dort weitere Informationen ein.
  • Lassen Sie sich vom Züchter über die Ernährungsbedürfnisse Ihres Welpen beraten.
  • Lassen Sie sich vom Züchter eine Kopie des Protokolls der Welpenabnahme geben.
  • Schliessen Sie mit dem Züchter einen individuellen Kaufvertrag ab, der mindestens folgende Angaben beeinhalten sollte:
  1. Der vollständige Name und die Anschrift von Verkäufer und Käufer,
  2. Name, Wurfdatum, Zuchtbuchnummer, Chipnummer des Welpen,
  3. Gesundheitszustand des Welpen und eventuelle Mängel (ärztliches Attest),
  4. Zusicherung des Züchter, dass ihm keine genetischen Belastungen der Elterntiere bekannt sind,
  5. Kaufpreis und Zahlungsart,
  6. Gewährleistung nach BGB,
  7. Rücknahme des Welpen bei gesundheitlichen Mängel innerhalb 12 Monaten nach Übergabe,
  8. Übergabetermin des Welpen
Hände weg vom Hundekauf, wenn:
  • ein „Züchter“ gleich mehrere Rassen anbietet,
  • Welpen über ein Drittel unter dem "üblichen Marktpreis" angeboten werden,
  • der Züchter sich weigert, frühere Welpenkäufer zu benennen,
  • Welpen beim Züchter keinen Familienanschluss haben und nicht sozialisiert sind,
  • der Welpe auf einem Wochenmarkt oder aus dem Auto heraus verkauft werden soll,
  • der Züchter Sie über die Eigenschaften "seiner" Hunderasse NICHT berät,
  • sogenannte „Züchter“ Welpen aus dubioser Quelle zum "Schnäppchen-Preis" anbieten, Welpen als Mitleidskäufe angeboten werden,
  • Hunde im Internet per Mausklick "One Touch in den Warenkorb legen" angeboten werden,
  • der Welpe günstiger angeboten wird, da keine Papiere mitgeliefert werden,
  • Welpen keinen Chip haben,
  • der Züchter kein tierärztliches Attest über den Gesundheitszustand des Welpen vorlegen können,
  • Der Welpe nicht geimpft und entwurmt ist,
  • die Mutterhündin nicht zu besichtigen ist,
  • der Züchter keine Papier von Mutter und Vater vorlegen kann,
  • der Welpe bei Übergabe unter acht Wochen alt ist,
  • Welpen und Mutterhündin im Zwinger leben,
  • ein Welpe Durchfall hat, abgemagert und allgemein ungepflegt ist,
  • ein Welpe extrem ängstlich und ermattet ist.
Ein weiterer Hinweis sei der:
In Deutschland kann jeder Hundezüchter und jeder Rassehundeverein Ahnentafeln ausstellen. Hieraus  abgeleitet, besteht der derzeit einzige Schutz für den Hundekäufer in Deutschland darin, dass die Ahnentafel des Hundes mit den Emblem des „VDH“ (Verband für das deutsche Hundewesen e.V.) versehen ist.
Eine Ahnentafel mit dem Signet der „VDH“ besagt, dass der Züchter sich an eine strenge Zuchtordnung gehalten haben soll, seine Zucht abgenommen wurde und dass die Würfe besichtigt ,kontrolliert und in das Zuchtbuch eingetragen wurden.
Hier muss jedoch darauf hingewiesen werden, die „VDH-Ahnentafel“ keine Garantie für einen makelloses, gesundes und sozialisierte Tier einer bestimmten Hunderasse sein muss. Denn im Prinzip kann jeder Züchter, der bestimmte Auflagen erfüllt, Mitglied in einem der „VDH“ angeschlossenen Zuchtverein werden.
Schlussfolgerungen:

„Jeder Welpenkäufer bekommt den Welpen, den er sich selbst ausgesucht hat!“

Eine sorgfältige Auswahl, nach seiner Herkunft, seiner Gesundheit und Persönlichkeit, sind die besten Voraussetzungen für die Anschaffung eines Hundewelpen.

Der gewählte Hund soll Sie ja über mindestens ein Jahrzehnt als treuer Freund begleiten!
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