Ursachen

Es gibt viele Ursachen, die zu Krankheiten und letztendlich zum Tod unserer Hunde führen können, z. B.: Parasiten, Viren, Bakterien, Tumore, physikalische und chemische Einflüsse, und vieles mehr.

Welche Ursachen lassen Krankheiten entstehen?


1. GENETISCHE DEFEKTE:
Im engeren Sinne zählt man nur jene Erkrankungen und Besonderheiten zu den Erbkrankheiten, die durch veränderte Gene ausgelöst und durch Vererbung von den Vorfahren auf ihre Nachkommen übertragen werden. Es werden also Veränderungen im Aufbau einzelner DNA-Abschnitte, den so genannten Genen, oder größerer Bereiche des DNA-Moleküls von einer Generation auf die nächste vererbt. 
Nach den Ursachen und der Art der Vererbung werden die genetisch bedingten Erkrankungen unterteilt in:
  • Chromosomale Erkrankungen:
    Hierbei kommt es zu einer Veränderung der Chromosomenzahl oder -struktur.
  • Monogene Krankheiten:
    Nur ein Gen ist für den Ausbruch einer Erkrankung verantwortlich. Dieser "Gendefekt" führt zum Verlust oder der Fehlbildung eines bestimmten Enzyme oder Proteins (Eiweißmoleküle).
  • Polygene Störungen:
    Diese entstehen durch das Zusammenwirken vieler einzeln nicht nachweisbarer Gene einerseits, sowie oft unbekannter Umweltfaktoren andererseits.
2.    PARASITEN:
  • EKTOPARASITEN:
              •    Flöhe
              •    Haarlinge
              •    Läuse
              •    Milben
              •    Mücken
              •    Zecken
  • ENDOPARASITEN:
              •    Rundwürmer
              •    Hakenwürmer
              •    Bandwürmer, einschliesslich Fuchsbandwürmer
  • EINZELLIGE PARASITEN:
              •    Babesien
              •    Ehrlichia
              •    Ehrlichia
              •    Filarien (z.B. Herzwurm)
              •    Giardien
              •    Hepatozoen
              •    Kokzidien
              •    Leishmanien
              •    Toxoplasmen
  • PILZE:
              •    Microsporum canis
              •    Trichophyton mentagrophytes
  • MIKROORGANISMEN
              •    Viren
              •    Bakterien

    Die meisten Infektionskrankheiten sind übertragbar, können also von Tier zu Tier oder häufig auch vom Tier auf den Menschen und ich behaupte auch vom Mensch an die Tiere weitergegeben werden.
    Die Gefährlichkeit einer Infektionskrankheit ist abhängig von der so genannten Virulenz des Erregers. Ob und in welcher Schwere eine Infektion auch zu einer Infektionskrankheit führt, hängt neben vielen anderen Faktoren von der Zahl der aufgenommenen Erreger ab.
Parasitosen gehören zu den häufigsten Erkrankungen unserer Hunde.

3. VERLETZUNGEN:
Eine Verletzung (Trauma) entsteht bei der Schädigung oder Zerstörung von Körpergewebe oder Organen durch mechanische, physikalische oder chemische Einwirkungen auf den Hund.
Beiss- und Verkehrsunfälle, bei denen mehrere Organe, Knochen und größere Körperräume wie Bauch- oder Brustraum betroffen sind, können zu starken Blutungen und Kreislaufschock, zu oft lebensbedrohlichen Situationen führen. Sie können auch ernste Erkrankungen und Behinderungen nach sich ziehen.

4. ABNUTZUNG UND VERSCHLEISS:
Viele Hunde haben durch einseitige Beanspruchung (z. B. Schonhaltung) bestimmter Körperpartien unter den Verschleisskrankheiten der Muskeln, Sehnen und Gelenke zu leiden. Erst recht dann, wenn sie bereits durch vererbte HD, PatellaD und ED vorbelastet sind und einen Hüft- und/oder Kniegelenksverschleiss in Form einer Arthrose haben.

5. TRAUMATISCHE ERLEBNISSE:
Auch extreme körperliche und seelische Belastungssituationen können bei unseren Hunden zu schweren gesundheitlichen Störungen führen. Je nach individueller Art der Stressverarbeitung reagieren die betroffenen Hunde sofort oder später mit unterschiedlichsten Symptomen. Dies kann sich äußern mit dem Ausbruch eines Fieberschubs (FSF),  einer Apathie und Orientierungslosigkeit, Aggressivität sowie Angst. Diese Symptome sind oft der Beginn einer körperlichen Erkrankung.

6. CHEMISCHE UND PHYSIKALISCHE EINFLÜSSE:

Durch physikalische und chemische Einflüsse, die im Umgebungsbereich auf den Hunde einwirken, können eine Vielzahl von Erkrankungen ausgelöst werden. Hier denke ich an Einflüsse der Umweltverschmutzung, zum Beispiel im Bereich der Luft und des Trinkwassers (durch Schwermetalle, wie  Blei, Cadmium u. a.) die auch im Körper der Hunde zu Blutveränderungen bzw. zu Störungen des Immun- und Nervensystems führen können.

7. GESUNDHEITSCHÄDIGENDES UMFELD:

Bei unseren Hunden können unzureichende oder auch übertriebene Hygiene, falsche Ernährung und Bewegungsmangel zu Krankheiten führen. Es tritt eine fehlende Versorgung mit Vitaminen und anderen lebenswichtigen Stoffen ein, was Stoffwechsel, Herz- und/oder Gefäßerkrankungen verursachen kann.

8. AUTOIMMUN-URSACHEN:
 
Hier handelt es sich um Krankheiten, deren Ursache eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe ist. Irrtümlicherweise erkennt das Immunsystem körpereigenes Gewebe als zu bekämpfende Fremdkörper. Dadurch kommt es zu schweren Entzündungsreaktionen, die zu Schäden an den betroffenen Organen führen.                                                                                         

9. TUMORE: 
Die autonome, pathalogische Gewebevermehrungen (Neoplasien, Zellen entarten und wachsen unkontrolliert) können jegliche Art von Gewebe betreffen. Sie können gutartig oder bösartig sein. Bösartige Tumoren sind die Ursache von Krebs. Je nach Ort des Tumors und der Funktion des durch ihn geschädigten Gewebes können sie zu einer Fehlfunktion von Organen mit Beeinträchtigung des Gesamtorganismus bis zum Tod führen.
                                                                                                                      
10. IATROGENE-URSACHEN: 
Hierunter versteht man Erkrankungen die auf Behandlungfehler durch Veterinäre  und Laien (Hundehalter) zurück zu führen sind.                                                                           

Bei einigen Krankheiten sind keine spezifischen Ursachen, sondern lediglich Risikofaktoren bekannt.
Unabhängig der zuvor aufgelisteten Ursachen, die zu Krankheiten und letztendlich zum Tod unserer Hunde führen können, werden auch andere, noch unbekannte Krankheitsursachen angenommen.

Hinweis:
Die Inhalte seiner Beitäge werden vom Autor nach bestem Wissen und Gewissen dem jeweiligen Besucher zur Verfügung gestellt. Die Informationen auf den Seiten http://www.familial-shar-pei-fever.de/ ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie durch einen Tierarzt! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar. Diese Informationen wurden im guten Glauben und im Vertrauen auf die professionelle Integrität seiner Quellen hier möglichst originalgetreu wiedergegeben. Aussagen über Produkte und Gesundheitszustände sind nicht durch den Autor dieser Webseite ausgewertet worden  Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen äber Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Geben Sie ihrem Hund niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem Tierarzt! Da der Autor selbst nicht über medizinische Kenntnisse verfügt, übernimmt er auch keine Haftung der angebotenen Informationsbereitstellung.


Hanspeter Kobold
Februar 2008
 
Die Rechte und das Copyright liegen beim Verfasser. Alle Rechte vorbehalten.Eine Weiterverbreitung in jeglicher Form (auch auszugsweise) ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung gestattet. Anregungen, Hinweise oder sonstige Kritik sind mir jederzeit willkommen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen