Geschichte 03 & 04

Leidensgeschichte Nr: 03
Datum: 11.10.2007

Lucy’s Leidensgeschichte

SHAR PEI
Huendin, fawn - horse coat
Geburtsname: Chaitan’s Zougli Quan
Rufname: Lucy
Geboren am: 24.09.2003
Gestorben am: 28.08.2006


Züchter/Zwinger:
Lenk/Kosbab aus Berlin, CHAITAN’S & COOL  MAN’S

Auszug aus der Geburtsanzeige des Züchters

Besondere Merkmale
HD: Frei
Patella: Frei
ED: Frei
Gebiss: Scherenbiss

Stammbaum:

Eltern Grosseltern Urgrosseltern

Vater 


Sindbad R. Bonomiela

Grossvater 

Egon Nesicini Bradlec

Mesicini Bradlec BARA
Tsihmaos ENG CONG

Grossmutter 

Uffi Omen

Czarna Zmarszczka
Rebohm's FUCHUR

Mutter 

Chaitan's Quick Stepp

Grossvater 

Ch. Rebohm's Moskito

AVALON'S WU LONG TING

REBOHM'S AI MEI

Grossmutter 

Chaitan's Joan Collins

Ch. Gay Lord de Domus Animula
Ch. Folichon vom Tengrinor

Hallo Hanspeter,

unser Lucy hatte in ihren ersten Lebensjahr drei Fieberschübe. Danach hatte Lucy, in Ihren kurzen Leben, noch zwei weitere  Fieberattacken, die für uns möglicherweise auf die erblich bedingte Erkrankung >Shar Pei Fieber< zurück zu führen waren. Alle bekannten Symptome trafen zu. Lucy hatte jeweils mehr als 24 Stunden qualvoll zu leiden. Diese mögliche Diagnose wurde auch von unseren Tierärzten in Erwägung gezogen.

Wir schenkten anfangs diesen Fieberschüben (bis jeweils 41,8°C) noch keine grosse Bedeutung zu, da der Züchter Lenk diese Erkrankung immer wieder herunter spielte. Wir fragten ihn jeweils nach Ursache und Auswirkung dieser Erkrankung und erhielten immer die Antworten: >Shar Pei Fieber kommt schon mal vor! Damit muss der Hund halt leben! Dem Hund eine Ampulle Calcium geben und einfach ausschlafen lassen!<

Unsere Recherchen haben später ergeben, dass die Verabreichung von flüssigem Calzium absolut wirkungslos zur Behandlung der Fieberschübe und somit der grösste Quatsch ist. Fiebersenkende und schmerzlindernde  Arzneimittel  hätten bei jedem Fieberschub geholfen und die Eiweissablagerungen in den Organen, vorwiegend in den Nieren verhindern können. Diese Ablagerungen können in den meisten Fällen zu der Folgeerkrankung >Amyloidosis< führen.

Der erkrankte Hund sollte bei einer Fieberattacke sofort einem Tierarzt vorgestellt werden, der dann Blut und Urin zu kontrollieren hat. Die sofortige Therapie mit fiebersenkenden und schmerzlindernden  Arzneimitteln muss durchgeführt werden. Nur so und mit entsprechenden Folgemassnahmen (Diätfutter und Kontrolluntersuchungen)  wäre unserer geliebten Lucy zu helfen gewesen.

Wir sind der Meinung, dass diese Erkrankung eventuell von Lucys Vater, Sindbad Red Bonomiella vererbt wurde. Aus sicherer Quelle wissen wir, dass dieser Zuchtrüde auch mehrmals Fieberschübe hatte! Im Forum des Herrn Lenk wurde immer über Fieberanfälle bei Welpen berichtet, die aus der Zuchtlinie Sindbad Red Bonomiella kamen!

Lucy wurde ausserdem insgesamt zweimal an beiden Augenlider getackt und sollte laut unseren Tierarzt dringend am Entropium operiert werden, zumal die Hornhäute beider Augen auch schon in Mitleidenschaft gezogen waren. Auf Grund ihres vorzeitigen Todes kam es jedoch nicht mehr dazu. Sie litt sehr unter den Schmerzen, verursacht durch die Rolllider.

Warum wurde dieser Zuchtrüde Sindbad Red Bonomiella nicht schon viel früher aus der Zucht genommen? Viel Leid wäre vielen Welpen und Hundebesitzern erspart geblieben!

Die finale Erkrankung, höchstwahrscheinlich AMYLOIDOSE,  äußerte sich bei unserer Lucy in einem immer dicker werdenden Bauch. Es sammelte sich Wasser an. Nachdem unser Tierarzt seine Diagnose gestellt hatte, konnten wir das Leiden unserer Lucy mit verordneten Medikamenten etwas mildern. Sie bekam u. a. nur noch nierenentlastendes Diätfutter. Leider war die Krankheit schon zu weit fortgeschritten.

Lucy hatte zum Schluss nicht einmal mehr 15 Kilogramm mehr auf die Waage gebracht  und der Tierarzt machte uns auch keine Hoffnung mehr, so das wir uns am 28.08.2006 entschieden unsere geliebte Maus von Ihren Leiden zu erlösen.

Unsere Lucy ist im Alter von noch nicht einmal drei Jahren gestorben, wahrscheinlich an AMYLOIDOSE, eventuell ausgelöst durch „linienbedingtes SHAR PEI FIEBER!!!

Gesunde Hunde sollte das Ziel eines Züchters sein!!!

P.S.:

Und warum wehrte sich Züchter Lenk mit aller Macht dagegen, dass wir Lucys Erkrankung und die möglichen Ursachen auf unserer Hompage veröffentlichten. Er hat sogar eine Unterlassungsklage gegen uns vor dem Amtsgericht geführt. Die Klage haben wir natürlich, schon wegen Lucy, angenommen und auch gewonnen.

Das waren wir unserer Lucy einfach schuldig.....

Wir sind immer noch sehr traurig!

Heike und Ron

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 Leidensgeschichte Nr: 04
Die Leidensgeschichte von Shifu

SHAR PEI
Rüde, redsable
Geburtsname: 
Master Tom
Rufname:
Shifu
Geboren am:
02. 07. 2005
Gestorben am:

Züchter/Zwinger:
Lenk/Kosbab aus Berlin, CHAITAN’S & COOL  MAN’S

Auszug aus der Geburtsanzeige des Züchters

Besondere Merkmale
HD:
Frei
Patella:
Frei
ED:
Frei
Gebiss:
Scherenbiss

Stammbaum:

Eltern Grosseltern Urgrosseltern

Mutter


Ch. Chaitan's Top of the Top

Grossmutter 

Ch. Rebohm's Moskito

Ch.Folichon vom Tengrinor
Ch.Rebohm's Moskito

Grossvater 

Ch. Chaitan's No Doubt About

Rebohm's Ai'Mei
Avalon's Wu Long Ting

Vater

 


Sindbad - Red Bonomiella

Grossmutter


Uffi Omen

Mufa Czarna Tmarszczka

InterCh.Rebohm's Fuchur

Grossvater
Egon Nesicini Bradlec
Bara Mesicni Bradlec

Ch.Tsihmao's Eng Cong Jiac


Guten Abend, Hanspeter,
Bei Shifu hat das mit den Augen relativ früh angefangen und war auch für mich mühsam: In der 11 oder 12 Woche hatte er bereits eine trübe Hornhaut, gefolgt von einem Uculus. Das Tacken hat damals noch geholfen. Kaum waren die Fäden weg, ging das Ganze wieder von vorne los, insgesamt 3 mal (nachdem er schon bei Uwe Lenk an einem Auge getackt wurde). Es war ja nicht nur die trübe Hornhaut, sondern auch die Tatsache, dass er - je älter er wurde - die Augen praktisch nicht mehr geöffnet hat. Er ist in parkende Autos gelaufen und in die Möbel! Das hat auch mich ziemlich gestresst. Eine Woche vor dem OP waren dann bereits wieder Anzeichen eines neuen Uculus vorhanden (trotz Tacken und regelmässigem salben). Mit bereits 6 Monaten habe ich mich schliesslich für den OP entschieden, weil mir die Ärztin mit Augentropfen aufzeigen konnte, dass das Entropium bei Shifu nicht spastisch, also nervlich bedingt ist. Seither war das mit den Augen eigentlich i.O., wobei die Trübung nie ganz weg gegangen ist. In letzter Zeit reibt Shifu aber wieder häufiger die Augen und momentan drückt er sie auch wieder zu. Wenn es so weitergeht, gibt's wohl einen 2. OP! Jetzt muss er sich aber erstmal vom Fieber richtig erholen.

Weist Du weshalb Severine zurückgegeben wurde?
Für mich ist auch klar, dass Sindbad der Vererber ist! Als ich den Shifu mit 8 Wochen bei Uwe abgeholt habe, hatte Sindbad am Fang genau gleich ausgesehen wie Shifu nach Sharpei Fieber: komplett eingefallen und wie eine Spitzmaus! Als ich Uwe damals gefragt habe, wieso er so eingefallen sei (vier Wochen vorher hat er ganz anders ausgeschaut) sagte er nur, dass er nicht ganz fit sei! Ich habe nicht mehr weiter nachgefragt, wohl weil ich so eine Freude an Shifu hatte und mir das Thema Sharpei Fieber nicht gerade eingefallen ist. Mittlerweile bin ich mir aber sicher, dass er kurz vorher das Fieber hatte! 

Von den 4 mal Sharpei Fieber, die Shifu bis heute hatte, war ich eben auch nur 2 mal beim Arzt, die beiden anderen Male habe ich lediglich die Kalciumampulle verabreicht. Heute muss ich sagen leider! Ich hoffe schwer, dass bei Shifu mit der Niere noch alles i.O. ist - aber da werde ich erst nächste Woche Bescheid erhalten!!!

Gruss
André und Shifu

NACHTRAG 31. März 2008
Ich habe mal rasch im Kalender nachgezählt: der Shifu hat bis heute 13 Fieberschübe FSF gehabt - zum Glück habe ich schon beim dritten FSF mit Medikamenten angefangen (Tolfédine der Firma VETOQUINOL AG). Wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend und fiebersenkend. Habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Bei Shifu sind die Symptome ja sehr ausgeprägt, was mir ermöglicht, die Tablette frühzeitig vor dem starken Fieberschub zu verabreichen. Das Muster ist immer dasselbe: Erbrechen, Futterverweigerung, hängende Rute und insbesondere zottelt er jeweils von mir weg (so nach dem Motto: nur ja nicht, dass mich jetzt der André noch berührt!). Dann kommt das starke Zittern und die Schwellungen und erst danach kommt das Fieber. Hatte im 2007 10 Monate lang Ruhe. Jetzt hat das aber wieder angefangen: hängt wohl auch mit der Haarung (geschwächtes Immunsystem) und sicher auch mit Stresssituationen zusammen. Therapeutische Massnahmen - wie Colchizin oder wie das Zeugs heisst - probiere ich lieber nicht aus, wegen den möglichen Nebenwirkungen ...

Mit den Augen ist das so ne Sache: habe Shifu ja an beiden Augen operiert, was kurzzeitig einen gewissen Erfolg gebracht hat. Müsste gemäss Tierarzt aber noch ein zweites mal operieren, worauf ich mich bisher nicht eingelassen haben. Wir sind nun halt ständig am eincremen.

Trotz dieser unerfreulichen Umstände möchte ich es nicht unterlassen, zu erwähnen, dass der Shifu - wie wahrscheinlich auch deine Chili - vom Charakter und Wesen her ein unglaublicher Kerl ist! Habe da mittlerweile Sharpei-Halter mit Hunden aus der Schweiz kennen gelernt, die beneiden mich um das Wesen meines Shifu - aber auch um das optische Erscheinungsbild!

Das mag mich dann jeweils ein wenig zu trösten ...

Grüsse aus der Schweiz
André und Shifu

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