Geschichte 05 & 06

Leidensgeschichte Nr: 05
Datum: 29. Dezember 2005
Abschied von Matteo

SHAR PEI
Rüde,  red - brush coat
Geburtsname: Enrique
Rufname: Matteo
Geboren am: 24.09.1999
Gestorben am: 06.09.2005
Züchter/Zwinger:
Lenk/Kosbab aus Berlin, CHAITAN’S & COOL  MAN’S

Auszug aus der Geburtsanzeige des Züchters

Besondere Merkmale:
HD: Frei
Patella: Frei
ED: Frei
Gebiss: Scherengebiss

Stammbaum:
Eltern Grosseltern Urgrosseltern

Vater 

Ch. Rebohm's Moskito
Grossvater
Avalon's Wu Long Ting
Ch.Thunder Moon's Chicago Fire
Margem's Dark Ale
Grossmutter
Rebohm's Ai ' Mei
Cause T'Paws Rocky
Aischa von La Strada

Mutter

Chaitan's Quick Stepp

Grossvater 

Ch. Rebohm's Moskito

Avalonn's Wu Lang Ting

Rebohm's Ai'Mei

Grossmutter 

Chaitan's Joan Collins

Ch. Gaylorde de Domus Animula
Ch. Folichon vom Tengrinaor

Lieber Hans-Peter,
wie wohltuend und tröstend waren Deine Zeilen. Zu erfahren, dass es auch anderen gefühlsmässig ähnlich ergeht, ist schon ein grosses Stück Hilfe. In der letzten Zeit bin ich vielfach von Freunden etwas verständnislos angesehen worden, mit den Worten im Blick, „mein Gott, jetzt ist doch schon einige Zeit verstrichen, es war aber doch auch nur ein Hund, du solltest nun endlich wieder zu den wesentlichen Dingen zurückkehren“ so oder so ähnlich. Dann zieht man sich zurück und trauert allein. Viele wissen einfach nicht, was wesentlich ist!!  

Matteo war auch, ähnlich Deinem Lee Wong, mein bester Freund in allen Lebenslagen. Was hab ich ihm nicht alles erzählt und ich bin sicher, dass er alles verstanden hat. Seine stoische Gelassenheit, seine geduldige Leidensfähigkeit, immer meine Nähe suchend, wenn er sich nicht wohl fühlte, seine fast schon arrogante Nichtbeachtung kleiner aufgedrehter Kläffer, seine snobistische Zurückhaltung beim Verteilen von Leckerchen, seine subtile Art den dicken Kopf immer durchzusetzen, manchmal für uns fast unbemerkt, sein besonders in den letzten Jahren zunehmendes Desinteresse an seinen Artgenossen, dafür mit umso verschwenderischer Zuneigung seinem Menschenrudel gegenüber, all das und vieles mehr hat ihn für uns so einmalig gemacht. Aber wem erzähle ich das !!!

Unser Matteo hat in seinen letzten Tagen noch sehr gekämpft, doch am Ende keine Kraft mehr gehabt. Infolge einer Darmverschlingung ist er nach Tagen am Tropf letztlich an Nierenversagen gestorben. Der Darmverschluss war lt. Tierarzt nicht eindeutig und somit leider zu spät diagnostiziert worden. Kostbare 1,5 Tage waren verstrichen mit Behandlung auf Magendarminfekt. Die OP erfolgte dann zu spät, so dass zu viele Giftstoffe bereits ins Blut gelangten. Nach verzweifeltem Zetern, das „wie, wann, wo“ in Frage stellend, bin ich mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass sich sein Schicksal so erfüllen sollte. Er hat uns wunderbare sechs Jahre geschenkt und wir haben alles für ihn getan. Ihn behütet und beschützt. Und das war nicht immer einfach.

Neben seinem Hang zum Pechvogel hatte er wahrscheinlich eine genetische Disposition für verschiedenste Krankheiten. Sein Start ins Leben war schon als Welpe recht schwierig.
Häufige Fieberschübe mit allen bekannten Begleiterscheinungen (Lefzen und Sprunggelenke), Magen-Darm–Geschichten, Allergische Hautreaktionen etc. Doch sein Hauptproblem waren die Augen. Nach vielfältigen Behandlungen bei Augenspezialisten führte diese Erkrankung im Alter von 4,5 Jahren trotz OP (Hornhautabschälung) bei Konjunktivitis sicca beider Augen, eine Autoimmunerkrankung, in deren Folge die Produktion der Tränendrüse fast völlig eingestellt wird und es zum Einwachsen von kleinen Blutgefäßen und schwarzen Pigmenteinlagerungen in die Hornhaut kommt, zur fast völligen Erblindung. Diese Entwicklung konnte leider auch nicht durch zigfache Gabe von Tropfen und Optimmune Salbe gestoppt werden.

All das hört natürlich kein Züchter gern. Obwohl in keinem Gespräch mit Uwe Lenk von mir ein Vorwurf erhoben wurde, fühlte er sich leider immer persönlich angesprochen. Dabei steht ausser Frage, dass man keine Garantie auf einen gesunden Hund bekommen kann und dass es wie beim Menschen auch eben Exemplare mit kleinen oder grösseren Webfehlern gibt. Nur die Art und Weise wie darauf von Uwe Lenk im Forum reagiert wurde, enttäuschte mich schon sehr. Zwischenzeitlich haben sich die Wogen wieder geglättet, doch meine Aktivität im Forum hat sich daraufhin ziemlich eingeschränkt. Irgendwie schade, denn es ist schon schön, sich in dieser Shar Pei verrückten Gemeinschaft auszutauschen. Deine Geschichte von Chicco und auch der letzte Bericht von Chilli & Pepper, mit nur Gott sei dank leichteren gesundheitlichen Problemen, hat auch mal die Schattenseiten angesprochen. Wie es im Leben eben auch normal ist. Die Geschichte von unserem Matteo wäre mit Sicherheit im Forum der „Zäsur“ zum Opfer gefallen.
Aber deshalb schreibe ich sie ja Dir, einem vertrauensvollen Hundefreund, der ähnlich fühlt und denkt. Es hat mir sehr geholfen, das Gedankenkarussel um Matteo einmal anzuhalten, indem auch ich mir seine Geschichte ein wenig von der Seele schreibe. Danke für Deine Aufmerksamkeit und Ausdauer.
Ganz liebe Grüsse von Krefeld nach Ibiza, ein tolles Sylvester und viel Freude und Spaß im Neuen Jahr.
Keep in touch

Annegret und Rainer

Donnerstag, 29. Dezember 2005 14:42

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Leidensgeschichte Nr: 06
Datum:09. Januar 2008
SHAR PEI
Huendin,  cream - brush coat
Geburtsname: Capucchina
Rufname: Akina
Geboren am: 23. 06. 2005
Gestorben am:
Züchter/Zwinger:
Lenk/Kosbab aus Berlin, CHAITAN’S & COOL  MAN’S

Auszug aus der Geburtsanzeige des Züchters

Besondere Merkmale:
HD: Frei
Patella: Frei
ED: Frei
Gebiss: Scherengebiss

Stammbaum:
Eltern Grosseltern Urgrosseltern

 Mutter

Arkani vom Dalberg

Grossmutter 

Rebohms Coco Chanel

Ch.Wrinklesmith's Xcitation
Ch.Elite's Photo Finish

Grossvater 

InterCh.Wrinklesmith's Rality Bites

Rebohm's Under Snow
Takalok Dream Maker by Kavishi

 Vater

Ch. Rebohms Cream Cracker

Grossmutter 

Rebohms Under Snow

Takalok Hak Che Yee

Isolas Set Em Joe

Grossvater 

Takalok Dream Maker by Kavishi

Rebohm's Ai'Mei
Magic Star

Warum schreibe ich diese Leidensgeschichte?

Wie könnte es anders sein, auch ich habe meine Shar-Pei Hündin Akina (Geburtsname Capuchina, geboren am 23.06.2005, Chaitans C Wurf) vom Züchter Uwe Lenk erworben. Die Eltern sind "Ch. Rebohms Cream Cracker" und "Arkani vom Dalberg". Als ich die kleine Knautschnase in Berlin abgeholt habe, vor ungefähr 2 1/2 Jahren, war sie bereits schon an beiden Augen getackert. Auf meine Frage, was dies zu bedeuten habe, antwortet Lenk nur: „Das ist ein Ausnahmfall, da Capuchina eine sehr weiche Kopfhaut hätte, was sich aber mit dem Alter legen würde. Wie bei wahrscheinlich jedem, der von ihm getackte Welpen gekauft hatte, hat er auch mir seine Hilfe bei zukünftigen tackern angeboten. Ich hätte da schon hellhörig werden müssen. Aber man freut sich über die kleine Knautschnase und dazu kommt noch diese falsche Freundlichkeit vom Lenk, der das alles verharmlost hat. Dazu kam noch, dass man ja noch keine erfahrung mit dem allem hat und dem Lenk vertraute.
ich weiss gar nicht mehr wie oft ich jetzt schon beim Tierarzt war wegen den Augen. Bis heute waren es 7 (sieben) Entropium-Ops an beiden Augen. Die ersten 6 Operationen wurden von einem Tierarzt gemacht der mir Uwe Lenk empfolen hatte. Die letzte Lidoperation wurde von der Tierärztin Frau Dr. Lohmann gemacht, die auch hier auf der Seite als shar-pei-erfahren  aufgeführt wird. Seitdem haben wir das Leiden unserer Knautschnase mit den Augen in griff bekommen.
Ich würde einen Freudentanz machen wenn "unsere Leidensgeschichte" jetzt hier zu Ende wäre.

Zum Entropium kam dann mit ca.5 Monaten das fsf dazu. Auf mein Anruf bei Lenk (damals konnte man ihn noch erreichen) antwortet er nur, ich sollte mir keine sorgen machen, das mit dem Fieber sei völlig normal und gehöre zur Wachstumsphase. Ich solle der Hündin flüssiges Calcium geben. Nun ja...man kannte sich mit der Rasse nicht aus. Es tut einen zwar in der Seele weh, seinen Hund schon mit 5 monaten so leiden zu sehen, da sie auch geschwollene Hinterläufe und Schmerzen hatte...aber nunja. der Züchter Lenk muss und wird schon bescheid wissen, so dachten wir damals. Der Hacken an der ganze Sache ist aber, das meine Kleine jetzt fast 3 Jahre alt und ausgewachsen ist und Das letzte Fieber hatte die Knautschnase erst vor ca.3 Wochen. Es kommt immer in fast regelmäßigen Abständen.
Also ich muss hier ein riesen dank an den Hanspeter loswerden. Ohne seine Seite und Nachforschungen hätte ich von dem allen hier nix erfahren und hätte bei jedem Fieberschub weiterhin einfach nur calcium, wie von Lenk empfohlen gegeben.
DANKE HANSPETER!!
ich hoffe das du mit dieser seite und alles was sie jetzt ins rollen gebracht hat, es schaffen, das so ein geldgieriger Zeitgenosse wie der hier auf der Seite oft erwähnte „Züchter“, es ein wenig schwerer haben wird, kranke Hunde "wie am Laufband zu produzieren".

Allen Leidensgenossen nen schönen Gruß
a&a

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