Geschichte 09 & 10

Leidensgeschichte Nr:  09
 Datum: 17. April 2008
Leidensgeschichte "LENNOX"

SHAR PEI
Rüde, cream, brush coat
Geburtsname: Tai Shi`s Daiwan
Rufname: Lennox
Geboren am: 09.07.2006
Gestorben am:
Züchter/Zwinger:
Gerda & Manfred Limburg, Oidtmannstr.12, 52625 Waldfeucht-Bochet

Auszug aus der Geburtsanzeige des Züchters

Besondere Merkmale:
HD: Keine Angaben
Patella: Keine Angaben
ED: Keine Angaben
Gebiss: Keine Angaben

Stammbaum:

Eltern Großeltern Urgroßeltern

Vater


Chaitan´s Yamiro

Großvater
Rebohms Cream Cracker
Takalok Dream Maker By Kavishi
Rebohms Under Snow (GB)
Großmutter
Chaitan´s No Doubt About
Ch.Rebohm's Moskito (VDH)
Ch.Folichon vom Tengrinor (VDH)


Mutter


Dutch Lagoon´s Devi

Großvater

Xayimé v. Killy Mara´s Valley

Royal Wrinkles Robin Hood

Classy Chessety si Casa Romano

Großmutter

Ervin´s Happy House Royal Opal
Schastliveja Semja Gedrisag
Ervin`s Happy House Faride

Die Leidensgeschichte von "Lennox":
Als wir Lennox Anfang September 2006 vom Züchter abholten, waren seine Augen noch getackt. Uns wurde gesagt, dass das nicht weiter schlimm wäre. Die Fäden müssten nur einige Tage später gezogen werden. Nachdem wir dieses vom Tierarzt haben machen lassen, schlossen sich seine Augen einige Tage später erneut.
Daraufhin fuhren wir mit unserem Hund in eine Spezialklinik, wo er in Narkose gelegt und seine Augen wieder getackt wurden. Die Heilung verlief gut. Dieses Problem hatten wir nun behoben.

Wie wahrscheinlich jeder Hundebesitzer befanden wir unseren Hund als „besonders gut gelungen“. Optisch ist er wirklich hinreißend. Da das allerdings nicht nur unsere Meinung war, entschlossen wir uns, mit Lennox auf eine Hundeausstellung zu fahren. Prompt wurde er „Babyweltsieger“ sowie „Best puppy in show“. Drei Wochen später wurde er dann noch „Jüngstenbundessieger“. Stolz wie Oskar riefen wir bei den Züchtern an. Sie freuten sich und stellten auch sofort seine Erfolge auf deren Homepage ein. Ist ja auch eine klasse Werbung für die Zucht.

Leider wehrte das Glück nicht lange. Uns war schon anfänglich sein Gebiss und speziell seine Zahnstellung aufgefallen. Nach mehrmaligen Rücksprachen mit den Züchtern sowie Zusendung von Fotos des Gebisses wurden wir von ihnen beruhigt und sie sagten uns, dass sich sein Gebiss noch im Wachstum befindet und sich noch alles normalisieren werde. Nachdem seine zweiten Zähne durchbrachen, kam für alle das größte Übel.
Wir fuhren wieder zum Tierarzt. Der offenbarte uns die gesamte Tragödie.
Sein Unterkiefer ist wesentlich zu schmal und zu kurz. Durch die Verengung würden sich, bei einem ausgewachsenen Gebiss, die Reißzähne des Unterkiefers in den Gaumen drücken. Schon zu dem Zeitpunkt waren Abdrücke am Gaumen ersichtlich. Durch den ständigen Druck würde ein Loch im Gaumen entstehen, das schlecht bis gar nicht zu heilen wäre. Um dem Tier Schmerzen zu ersparen mussten wir schnell handeln.
Eine derartige Verformung muss bereits bei Welpenabgabe ersichtlich gewesen sein. Ein Erbfehler ist ebenfalls nicht ausgeschlossen. An ein Scherengebiss ist nicht mehr zu denken. An weitere Ausstellungen somit auch nicht. Das war für uns aber auch nebensächlich.

Es gab zwei Alternativen. Zum Einen könnten die Reißzähne gezogen, zum Anderen durch eine „Zahnspange“ nach außen gedrückt werden. Wir entschieden uns für die Zahnspange, besser gesagt Dehnschraube. Lennox war zu der Zeit sechs Monate alt und wir wollten auch aufgrund seines Alters seine Zähne erhalten. Nach dieser Offenbarung riefen wir erneut bei den Züchtern an. Es tat ihnen schrecklich Leid, dass so etwas passiert ist. Sie könnten sich das auch nicht erklären. Keiner der Zuchttiere sowie der Welpen hat je einen derartigen Rückbiss gehabt.
Das war dann aber auch alles. Wir baten sie, sich an den Kosten zu beteiligen. Dies wurde sofort abgelehnt und auf den Kaufvertrag verwiesen, indem sämtliche nachfolgende Kosten auf den Käufer entfallen.
Ein Kontakt bestand danach nur durch unsere Anwälte. Lennox ist unser erster Hund. Obwohl wir uns unseres Erachtens gut vorbereitet hatten, haben wir bei Übergabe des Welpen nicht auf das Gebiss geachtet.

Für Lennox begann eine unangenehme Zeit. Nach dem Einsetzen der Schraube an den Reißzähnen musste diese wöchentlich über einen Zeitraum von zwei Monaten nach außen gedreht werden bis die Zähne ihn nicht mehr behinderten. Er durfte nicht mit Stöckchen oder ähnlichen spielen, da durch starken Druck die Spange abfallen könnte. Was dann leider auch irgendwie nach zwei Wochen geschah. Er musste wieder in Narkose gelegt werden und eine Neue wurde eingesetzt und später unter Narkose entnommen.
Lennox ist seitdem Gesund und munter. Seinem einzigartigen Wesen hat die lange schmerzhafte Prozedur zum Glück nichts anhaben können.
Wie schon erwähnt, verklagten wir die Züchter auf Schadensersatz. Die Krankheitskosten überstiegen mittlerweile die Anschaffungskosten des Tieres. Nach einem langen Prozess haben wir den Rechtstreit in zweiter Instanz gewonnen.
Grob gesagt sind Züchter, die gewerblich tätig sind, in einer Gewährleistungspflicht. Treten nach Veräußerung Mängel auf, die bei einer Behandlung zur Heilung führen, haften unter bestimmten Voraussetzungen die Züchter. Wir möchten an dieser Stelle auf das angeführte Urteil verweisen.

Abschließend möchten wir folgendes sagen:
Die Züchter werben noch immer mit seinen „Erfolgen“ auf deren Homepage, obwohl er eigentlich einen Totalschaden im sachenrechtlichem Sinne darstellt.
Wir möchten Welpenkäufern Mut machen, nicht alles, insbesondere Krankheiten des Hundes, so hinzunehmen. Glauben Sie nicht alles, was die Züchter erzählen auch wenn diese noch so nett und vertrauenswürdig erscheinen. Letzten Endes sind sie auch nur Verkäufer ihrer Ware. Wir werden künftig nur Welpen erwerben, deren Züchter dem VdH angeschlossen sind. Unserer Meinung hat es immer einen Grund, wenn sie es nicht sind.

15. April 2008

Julia Siekmann und Kai Gronemeyer

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Leidensgeschichte Nr: 10
Datum: 16. Mai 2008
Leidensgeschichte Bogie

SHAR PEI
Geburtsname:
Bogart WRINKLE'S PLACE
Rufname: Bogie
Geboren am: 07. 12. 2005
Züchter/Zwinger:
Edwin und Annemieke de Voogd „WRINKLE'S PLACE“, Niederlande

Auszug aus der Geburtsanzeige des Züchters

Besondere Merkmale:
HD: Keine Angaben
Patella: Keine Angaben
ED: Keine Angaben
Gebiss: Keine Angaben

Stammbaum:

Eltern Großeltern Urgroßeltern


DUTCH LAGOON`S DUTCH


DUTCH LAGOON`S BLACK JACK
EPIC RHAPSODY IN BLUE
ZETTA

SUPRA`S TRUE BLUEBLOOD TRUDY
MAI-TAIS ONCE IN BLUE
SUPRA`S BLUEBERRY MUFFIN



TESS SIN - TJING NIEN



SHENGLI ABSOLUTE POWER NO

SAG`S MIN HIGH RED

SHENGLI TROUBLE IN TOWN


NINJA SIN  - TJING NIEN
KIPER`S BLACK BEAR
KIONA-SI-JOE-TLI V.

Bogie`s Leidensgeschichte

Bogart stammt aus der Zucht „WRINKLE'S PLACE“ und wurde am 07. Dezember 2005 in 2931 PK KRIMPEN A/D LEK, Niederlande geboren. Die Züchter sind Edwin und Annemieke de Voogd!
Am 03. Februar 2006 haben wir unseren Bogie bei den Züchtern abgeholt.

Bogie ist mit Kaufvertrag gekauft.

Am 03. März 2006 mussten die Augen getackt werden. Die Züchter Edwin und Annemieke de Voogd war zuvor von uns informiert worden!

Am 27. März 2006 hatte Bogart den 1. Fieberschub; - da habe ich noch gar nicht an FSF gedacht. Er hatte von nun auf jetzt fast 41°C Fieber, der TA (Tierärztliche Klinik C. Kotzian) gab Metacam. Nach 24 Stunden war der Spuk vorbei.

Am 25. April 2006 folgte der 2. Fieberschub! Wieder über 40°C Fieber, aber dies mal mit sehr schmerzhaft geschwollener Schnauze und hinteren Sprunggelenken. Auch hier verabreichte der Tierarzt Metacam. Auch dieses Fieber war nach ca 24 Stunden vorbei. Danach sah Bogie wie eine Spitzmaus aus. Zum Zeitpunkt des 2. Fieberschub hatte Bogie im Fell kahle Stellen (seitlich am Bauch). Ein Hautgeschabsel und die anschliessende Untersuchung unter dem Mikroskob bestätigte den Befall mit Demodexmilben. Bogie war nun auch noch an Demodikose erkrankt!

Im Zuge der gründlichen Untersuchung stellte der Tierarzt am 25. 04. 2006 auch noch fest, dass die Augenlider von Bogie aufgrund der Erkrankung am Entropium immer noch nicht in Ordnung sind. Außerdem stellte der Tierarzt fest, dass sich bei Bogie die Lippe viel zu stramm über die unteren Frontzähne bis hin zu den Fangzähnen spannte. All dieses an einem Tag; ich war erstmal fix und fertig und unglaublich
wütend.

Die Demodikose wurde therapiert und nach 2 Monaten mit wöchentlich einer Injektion (6 Injektionen) des Giftes Dectomax und gleichzeitig zur Stärkung des Immunsystems Zylexis 1 ml ( Und hast Du einen Arztbericht mit Diagnose vorliegen???) leider schreiben sie nie eine Diagnose in die Rechnungen war diese schwere Hautkrankheit überwunden.

Am 27. April 2006 habe ich dem Züchter noch mal zusammenfassend über alle bis dahin aufgetretenen Probleme informiert und um Rat gebeten, was geschehen soll und muss.

Zitat aus einer der Antworten durch die Züchter:
„Sie wissen selbst das das Tackeln die Augen und auch Rolllippe (Tightlip) mit Sharpei Welpen vorfallen könnten. Auch hören sie zu wissen das jeder Hund Fieber bekommen kannte aber das ist noch kein Sharpei Fieber! Das ist mit Sharpei Welpen auch nicht möglich.
Bei die Eltern, Tess und Dutch ist noch nie Sharpei Fieber vorgekommen so ist doch nicht vererblich. Wenn er schmerzen bekommen und die Pfoten sind geschwollen dann haben sie zu lange Welpenfutter gegeben mit zu viel EiWeiss. Er ist dann zu schnell gewachsen.
Nochmals, Keine Züchter kann die Augen und Lippe Problemen ausschliesen. Es ist immer möglich im ersten Jahr.“
Ende des Zitates.

Ich war über die Reaktion der Züchter und deren unsachlichen und in sich falschen Argumente nicht nur enttäuscht sondern aus sehr verärgert. Mein Bogie war gerade mal 5 Monate alt und ich sollte ihn zu lange mit Welpenfutter gefüttert haben! Außerdem hatte ich Bogie gleich langsam auf das Welpenfutter von „artemis“ mit 27% Rohprotein (beim Züchter 32%) umgestellt.

Nach langem Überlegen habe ich dann am 02. Mai 2008 den Züchtern u. a. geschrieben: „Ich habe fristgerecht Ihnen mit Daten genau den Verlauf der Krankheitserscheinungen geschrieben und zu Ihren Vorwürfen Stellung genommen. Sie antworten wieder mit genau den selben Erklärungen und Anschuldigungen, wie in Ihrer ersten Mail. Das ist unfruchtbar und hilf wirklich nicht. Diese Form der Diskussionen ist für mich hiermit beendet!
Für Bogart wird jetzt das getan, was nötig ist! (und darüber sind Sie informiert)!“

Am 03. Mai 2006 Termin bei der Augenspezialistin (Dr. Hund/Tierklinik Magunna in Norderstedt). Sie bestätigt das Tacken muss gemacht werden und rät dazu die “tight lip” zu operieren. Es sollte mit der Op gewartet werden bis die Therapie gegen die Demodexerkrankung abgeschlossen ist.

Auch hier informierte ich die Züchter über die tierärztlichen Untersuchungen und Diagnosen sowie der Therapievorschläge!

Unter anderem schrieben Die Züchter: „Gleich Tackeln (und nicht 3 Wochen warten !) und die Lippe untersuche lasse aber nur in Den Bosch, Dr. Engel. Dass könnte sie doch nicht Bogart antun.“

Es war weder abgesprochen, noch im Kaufvertrag geregelt, dass nur in Den Bosch bei Dr. Engel die Untersuchungen an Bogie gemacht werden sollten. Ich vertrete heute die Meinung, dass Herr Dr. Engel ein erfahrener TA in Sachen Entropium und Korrekturen von Lippen sein kann, der seine Erfahrungen an Welpen gemacht hat, die diese Anomalien „Rolllid und tight lip“ aufgewiesen haben. Vielleicht stammen diese Welpen aus einer bestimmten Zucht.

Da ich auf Grund der Demodex-Behandlung warten mußte, habe ich in Shar Pei-Kreisen weitere Informationen zu Bogies Problemen gesammelt. Außerdem bin ich mit Bogie zu Dr. Burghardt (er hat durch Herrn Lenk viel Erfahrung!), nach Berlin gefahren, um ihm Bogie vorzustellen und zusätzlich seine Meinung einzuholen.

Am 19. Mai 2006 ging es nach Berlin zu Dr. Burghardt zum Augen tacken. An beiden Augen wurden Ober- und Unterlid getackt! Jeweils mit drei Fäden - Bogie sah schrecklich aus.

Zur Korrektur der Lippe konnte ich mich nicht entschließen, nachdem eine befreundete Züchterin aus den USA mir geraten hatte, erstmal selbst mit Dehnen und Massieren zu versuchen, die Lippe zu lockern und wenn das keinen Erfolg zeigt, die OP später machen zu lassen, wenn Bogie ausgewachsen ist. Die Zähne waren ohnedies schon durch und nach den Fieberschüben ist die Schnauze nie wieder so dick und die
Lippe so stramm geworden, wie sie mal war.

Bogie musste 2 x Cortison bekommen. (Insektenstiche an der Schnauze. Reaktion mit Fieber und starken Schwellungen) Das Cortison hat seine dicke Schnauze noch mehr zusammenfallen lassen, auch dadurch ist die Lippe nicht mehr so stramm - meine Massagen zeigten zusätzlich Erfolg - wenn der Ist-Zustand so bleibt, braucht er keine Lippen-OP mehr.

Am 21. Oktober 2006 hatte Bogie seinen dritten Fieberschub mit geschwollener und sehr schmerzhaften Schnauze. Der Tierarzt verabreichte rechtzeitig Metacam.

Am 07. März 2007 bekam Bogie seine vierte Fieberepisode, ebenfalls mit einer Körpertemperatur von 41°C und wiederum eine schmerzhafte und stark geschwollene Schnauze. Auch hier bekam er vom TA das fiebersenkende und schmerzstillende Medikament Metacam.

Die letzten Schübe und die geschwollene Schnauze habe ich immer rechtzeitig bemerkt. Er darf im Schlafzimmer schlafen und ich werde dann von seinem Hecheln wach.
Ich muss dazu sagen, ich warte aber auch nicht lange, wenn Bogie innerhalb von zwei Stunden über 40 Fieber bekommt und seine Schnauze wird dick, dann gebe ich ihm sofort das Metacam. (ist so mit dem TA abgesprochen)

Bogies Augen sind noch nicht 100 %tig perfekt - die unteren Lider könnten besser sein. Zeitweise fangen seine Augen an zu tränen. Aber wir kommen mit einer milden Augensalbe dann ganz gut zurecht.

Jetzt sind bald wieder 5 Monate rum ........................ bitte, bitte keinen Fieberschub mehr!!!!

Seine Lippe ist ganz gut geworden, damit kann er leben - sehr zu seinem Ärger dehne und massiere (kann ich sehr empfehlen) ich sie
immer noch.
Ansonsten ist Bogie ein sehr lebhafter Shar Pei Lümmel.
Er hat süße, kleine Ohren (bisher ohne Probleme) - die Fellfarbe ist etwas daneben geraten. Er ist red fawn, hat aber schwarze und weißen Haare dazwischen.
Mit dem Züchter habe und will ich keinen Kontakt mehr!
Weitere Fieberschübe mit den typischen FSF-Symptomen folgten leider und zwar am:

16.09.07 - FSF
10.12.07 - FSF
15.02.08 - FSF

Hamburg, 10. Mai 2008
Renate Stüvecke

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